#Künstlerzuhause

6 Fragen an gütersloher künstler

Die aktuelle Zeit ist eine Herausforderung für alle, der Shutdown und die ausfallenden Veranstaltungen beeinflussen das Leben der Künstler*innen ganz besonders. Mit dem Projekt #Künstlerzuhause möchte der Fachbereich Kultur auf die Gütersloher Künstler*innen aufmerksam machen.

 

Es werden sechs Fragen gestellt, diese sollen beantwortet werden und mit einem Foto per E-Mail eingesandt werden. Das Foto kann ein Einblick ins Atelier, die Galerie, die Werkstatt oder den Probenraum sein, ein Bild von sich selbst, das Lieblingswerk oder auch ein kleines Video. Künstler*innen aller Sparten können mitmachen, seien es Bildende Künstler*innen, Musiker*innen, Tänzer*innen, Schauspieler*innen sowie andere Kunst- und Kulturschaffende.

 

Mit dem Projekt soll deutlich werden, dass die Gütersloher Künstler*innen weiterhin arbeiten, auch wenn sie mit ihren Ergebnissen in Ausstellungen oder auf Veranstaltungen aktuell leider nicht sichtbar sind. Die Ergebnisse des Aufrufs werden auf dieser Seite veröffentlicht.

 

#Künstlerzuhause

 

6 Fragen an Gütersloher Künstler*innen

1. Welche Art von Kunst schaffen Sie?

2. Wie verbringen Sie gerade Ihre Zeit, was beschäftigt Sie?

3. Welche Tipps haben Sie für eine sinnvolle Beschäftigung in der aktuellen Zeit?

4. Was ist im Moment besonders wichtig für Sie?

5. Worauf freuen Sie sich schon am meisten in der Zeit „nach Corona“?

6. Gibt es in der ganzen Situation auch etwas Positives?

 

Antworten inklusive Foto einsenden an: andrea.wistuba@guetersloh.de

 

Gütersloher #künstlerzuhause


Birgit Peterschröder

Name: Birgit Peterschröder

 

1.    Welche Art von Kunst schaffen Sie?

Ich mache sehr viel Zeichnungen - digital und analog aber auch Malerei (Acryl).

 

2.    Wie verbringen Sie gerade Ihre Zeit, was beschäftigt Sie

Ich verbringe meine Coronazeit damit, eine Graphicnovel zu schreiben und voranzubringen. Zudem komme ich zur Ruhe und korrigiere so immer wieder meinen Weg - werfe Unnötiges ab und konzentriere mich wieder auf das Wesentliche. Durch Corona hatte ich eine Zwangspause. Die Ideen flossen unter den existentiellen Bedingungen nicht so, wie ich das von mir erwartet habe. Einfach loszulassen und zu akzeptieren, daß ich es nicht ändern kann war nicht so leicht. Obwohl ich schon einige Krisen hatte und wußte, daß es am Ende immer einen Sinn hatte und am Ende etwas Gutes entstanden ist, konnte ich nicht relaxen.

 


3.   Welche Tipps haben Sie für eine sinnvolle Beschäftigung in der aktuellen Zeit?

Eine sinnvolle Beschäftigung ist in meinen Augen sich zurückzuziehen und künstlerisch aktiv zu werden. Sich über die Situation lange aufzuregen ist für mich kontraproduktiv. Von außen kann passieren, was es will - meine Reaktion darauf kann ich aber steuern (vielleicht nicht von Anfang an). Diese Pause ist gut, um dem ganzen Mainstream fernzubleiben und gedanklich neue Wege zu gehen.

 

4.    Was ist im Moment besonders wichtig für Sie?

Privat ist es mir wichtig, daß es meiner Familie in dieser Zeit gut geht. Für die Arbeit ist es mir wichtig, mich zu entspannen und einfach weiterzumachen. Es ist mir auch der Austausch mit anderen Künstlern wichtig.

 

5.    Worauf freuen Sie sich schon am meisten in der Zeit „nach Corona“?

Am meisten freue ich mich auf die nationalen und internationalen Zeichnertreffen und auf den nächsten Comicsalon in Erlangen. Das vermisse ich schmerzlich dieses Jahr. Aber auch das ist gut zu spüren, denn wenn es immer normal stattfindet, habe ich keine Zeit und keinen Grund für diese Wertschätzung.

 

6.    Gibt es in der ganzen Situation auch etwas Positives?

Es gibt auf jeden Fall etwas Positives. Ich hatte Zeit für mich und konnte Kursänderungen vornehmen, wo sie wichtig waren. Ich konnte mit Abstand sehen, was und wer mir guttut. Am Comic habe ich auch viel gearbeitet. Seit 2 Wochen habe ich alles einmal liegengelassen, um es mir mit Abstand nochmal anzusehen.

 


Manfred stolz

Name: Manfred Stolz

 

1.    Welche Art von Kunst schaffen Sie?

Ich beschäftige mich vorwiegend mit Malerei, Grafik und Fotografie.

 

2.    Wie verbringen Sie gerade Ihre Zeit, was beschäftigt Sie?

Ich bin viel öfter als sonst im Wald spazieren gegangen und habe diesen Frühling schon lange nicht mehr so intensiv erlebt. Dies spiegelt sich auch in meinen Bildern wider.

 


3.   Welche Tipps haben Sie für eine sinnvolle Beschäftigung in der aktuellen Zeit?

Man könnte alle seine Besitztümer durchgehen, egal ob Bücher, CD´s oder sonst was, und sie wieder in die Hand nehmen und benutzen; alte Urlaubsfotos oder -videos anschauen und vor allem: rausgehen.

 

4.    Was ist im Moment besonders wichtig für Sie?

Ich denke, man sollte darauf achten, seine Kontakte zu pflegen und alle Mittel dazu ausschöpfen. Ich versuche, trotz allem, einen klaren Kopf zu behalten. Das Irreale dieser Situation darf einen nicht dazu verleiten, an Hirngespinste zu glauben. Letztlich geht es darum, dass wir alle gesund bleiben und möglichst gut durch diese Zeit kommen. Dazu gehört auch, an seine Nächsten zu denken.

 

5.    Worauf freuen Sie sich schon am meisten in der Zeit „nach Corona“?

Vor allem freue ich mich wieder darauf, ins Café oder in den Biergarten zu gehen!

 

6.    Gibt es in der ganzen Situation auch etwas Positives?

Ich empfinde es als positiv, vermehrt an grundlegende Werte zu denken. Dazu gehört für mich, Vertrauen und Mitverantwortung; Demokratie gehört auch dazu. Welchen Wert hat sie für mich, und wie würde diese Zeit aussehen, wenn wir in Deutschland keine Demokratie hätten, sondern eine Autokratie, ähnlich wie in Ungarn, oder populistische Regierungschefs, wie Trump oder Bolsonaro. Wie würde es uns dann hier gehen?

 


Name: Franziska Jäger

 

1.    Welche Art von Kunst schaffen Sie?

Meine hauptsächliche künstlerische Tätigkeit wird durch Malerei und (Druck-) Grafik bestimmt. Hier beschäftige ich mich primär mit einer abstrahierten Darstellung des menschlichen Porträts und seiner Gestalt. Besuchen Sie mich doch gerne auf meiner Website unter www.franziska-jaeger.de

 

 

2.    Wie verbringen Sie gerade Ihre Zeit, was beschäftigt Sie?

Ich verbringe die meiste Zeit im Atelier. Zu Beginn der Pandemie haben mich die Einschränkungen, die Zukunftssorgen und der fehlende persönliche Kontakt in meinem kreativen Arbeiten sehr eingeengt. Mir fehlte schlicht Inspiration und Motivation. Daraufhin habe ich mein Atelier renoviert und konnte dadurch neue Kraft schöpfen. Seitdem arbeite ich fast täglich im Atelier oder nutze das gute Wetter für Plein Air Malerei.

 

 


3.   Welche Tipps haben Sie für eine sinnvolle Beschäftigung in der aktuellen Zeit?

Alles, was einen aktuell zufriedener macht, ist für mich die sinnvollste Beschäftigung. Wenn man merkt, wie die Entschleunigung und der Zwangsurlaub neue Energien frei setzt ist das genauso gut, wie voller Tatendrang Projekte anzugehen, die man für lange Zeit vernachlässigt hat.

 

4.    Was ist im Moment besonders wichtig für Sie?