WDR Jazzpreis 2022

Die WDR Jazzpreisträger*innen 2022 stehen fest. Die Saxofonistin Theresia Philipp wird als herausragende Komponistin ausgezeichnet. Schlagzeuger Achim Krämer erhält den WDR Jazzpreis für seine Leistungen als Improvisator. Und in der Kategorie Musikkulturen gewinnt der Bağlamaspieler Kemal Dinç für seine Virtuosität an der Langhalslaute. Der Nachwuchspreis geht an das Big Band-Projekt des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums Kempen. Das soziokulturelle Zentrum Bahnhof Langendreer in Bochum erhält den Ehrenpreis für die Verbindung von Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten.

 

Der WDR Jazzpreis ist insgesamt mit 30.000 Euro dotiert.

 

WDR 3 Programmchef Matthias Kremin hebt hervor: „Der WDR Jazzpreis zeichnet hervorragende Musiker*innen aus, aber auch ganz Nordrhein-Westfalen als Region voller spannender Persönlichkeiten, Szenen und Geschichten.“

 

Die Preisverleihung findet am Freitag, 4. Februar 2022, um 20 Uhr im Theater Gütersloh im Rahmen eines Preisträgerkonzerts statt. Entertainer Götz Alsmann moderiert den Abend. Am Samstag, 5. Februar 2022, treffen im Konzertabend um 20 Uhr WDR Jazzpreis Gewinner*innen der Vorjahre auf aktuelle Gewinner:innen. Tickets für den WDR Jazzpreis gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.eventim.de und www.jazz-gt.de.

 

Der WDR vergibt den WDR Jazzpreis an Musiker*innen aus Nordrhein-Westfalen. Eine achtköpfige Jury aus ehemaligen WDR Jazzpreisträger*innen, Veranstalter*innen sowie Journalist*innen wählt die Gewinner*innen der Kategorien Komposition, Improvisation und Musikkulturen aus. Den Nachwuchspreis sowie den Ehrenpreis wählt die WDR 3 Jazz & World Redaktion aus.

 

Die Jury:
Shannon Barnett, Friederike Darius, Thomas Gläßer, Jörg Heyd, Dr. Bernd Hoffmann, Lena Jeckel, Tamara Lukasheva, Tinka Koch (Juryvorsitz)

 

Infos zum Kartenverkauf:
Tickets für den WDR Jazzpreis an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.eventim.de und www.jazz-gt.de, Ticket-Hotline: 05241 / 211 36 36. Übliche Ermäßigungen, ggf. plus jeweilige Vorverkaufsgebühr. Kombitickets können nur im ServiceCenter der Gütersloh Marketing GmbH, Berliner Str. 63, 33330 Gütersloh, erworben werden. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Beginn.

 

VVK Start Mo. 15.11.2021

Freitag 04.02.2021 – WDR Jazzpreis | 20:00 Uhr | Theatersaal, Theater Gütersloh
Preisklasse 1: 35,00€                     
Preisklasse 2: 30,00€

Samstag 05.02.2021 – Preisträgerkonzerte | 20:00 Uhr | Theatersaal, Theater Gütersloh
Preisklasse 1: 30,00€                     
Preisklasse 2: 25,00€

Kombiticket Freitag & Samstag:
Preisklasse 1: 60,00€      
Preisklasse 2: 50€

 

Die PReisträger:innen

Komposition: Theresia Philipp

Theresia Philipp, geboren 1991 in einer Kleinstadt in der Lausitz und zum Jazzstudium nach Köln gekommen, ist eine der aufsehenerregenden Musikerinnen der jüngeren Generation des deutschen Jazz. Entwickelte sie Profil zunächst als eine expressive Improvisatorin, die jeder Spielsituation gewachsen ist sich, beschäftigt sie sich mit zunehmender Intensität auch mit den kompositorischen Aspekten des Jazz, mit Strukturen, die helfen, die Improvisation unter Spannung zu halten, immer als würde sie das Motto der drei Musketiere auf ihre Musik übertragen: Eine für alle, alle für eine.


Improvisation: Achim Krämer

Nach dem halben Jahrhundert seiner Karriere im Dunstkreis des experimentellen Jazz ist der 1955 in Wanne-Eickel geborene Schlagzeuger Achim Krämer noch immer unverzichtbar in seiner Fähigkeit, die Farben seines Instruments in die sich schnell wandelnden Gegebenheiten einer kollektiven Improvisation einzubringen, zu hören und zu (re-)agieren. Einer, der dafür sorgt, dass das Ganze zum Glänzen kommt. 


Musikkulturen: Kemal Dinç

Als Kemal Dinç mit zehn Jahren nach Deutschland kam, war er fremd im neuen Land. Geboren 1970 in Istanbul, waren ihm nur seine Bağlama und die Lieder aus seiner Heimat vertraut. Viele Jahre später studierte er in Leipzig Klassische Gitarre und Komposition und erarbeitete sich einen zweiten musikkulturellen Horizont, den er nun als Virtuose auf seiner Bağlama sowie als Komponist eines völlig neuen Repertoires für sein Instrument in Einklang zu bringen versucht. 


Nachwuchs: Big Band-Projekt des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums Kempen

In den neun Jahren, seit der Jazztrompeter Markus Türk die Schüler-Big-Bands am Luise-von- Duesberg-Gymnasium in Kempen leitet, hat er das Thema Schüler-Big-Bands zu einer Kleinfamilie von vier Bigbands herangezogen. An der Spitze stehen die United Horns, die Oberstufenband, und die Jubi-Band, in der SchülerInnen aus der Mittelstufe spielen. Zwei Mini-Bigbands für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bzw. 6 stellen sicher, dass Jahr für Jahr talentierte Schüler-Musikerinnen nachwachsen, die gelernt haben, dass im Ensemble schnell Spaß und Zusammenspiel zum Synonym werden. 


Ehrenpreis: Bahnhof Langendreer in Bochum

Unter den soziokulturellen Zentren, die vor etwa 35 Jahren in NRW entstanden, ist der Bahnhof Langendreer ein besonderer. Einerseits versteht sich das Betreiberteam nach wie vor als selbstverwaltetes Kollektiv. Besonders macht ihn auch die Konsequenz, mit der hier versucht wird, die Klänge der Welt miteinander in Kontakt zu bringen.