Runder Tisch der Kultur

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Kultur - wie geht's

Schwerpunkt Nachwuchskünstler*innen in Gütersloh

Donnerstag, 12. November 2020, 18 Uhr, Stadthalle Gütersloh

Der Fachbereich Kultur richtet den 1. Runden Tisch Kultur in diesem Jahr ein. Neben einem Austausch zum Status Quo und einem Rückblick auf den vergangenen Runden Tisch im November 2019 möchten wir insbesondere von Nachwuchskünstler*innen in Gütersloh hören. Was treibt Sie um? Was fehlt, was gefällt in der Dalkestadt?

Bitte den Termin vormerken – Anmeldedetails folgen.


Kultur – wie GehT´s Erinnerungskultur und kulturelles Erbe/ Kunst im öffentlichen Raum

14.11.2019

Kurzfazit der Veranstaltung
Der Schwerpunkt der Diskussion und des Abends lag auf dem Thema Kunst im
öffentlichen Raum. Viele Kulturakteure haben sich zu diesem Thema rege ausgetauscht und viele Ideen gesammelt: vielfältige, auch kritische Beiträge, die es im Prinzip der Teilhabe bestmöglich in den anstehenden Konzepten und Umsetzungen zu berücksichtigen gilt.
Frau Reckeweg sieht insbesondere die Idee der naturnahen KiöR für Gütersloh als eine Möglichkeit, sich abzusetzen und zu fokussieren. Passt gut zum Botanischen Garten/Stadtpark und z.B. auch dem
„Dufttunnel“, wäre symbolisch nachhaltig und klimafreundlich…

Nächste Schritte:

  • Diese Ergebnisse werden den Teilnehmenden, dem Kulturausschuss sowie der externen Kuratorin zugehen.
  • Die Kuratorin für Kunst im öffentlichen Raum innerhalb des Regiopole-Vorhabens zwischen den drei Städten Bielefeld, Herford und Gütersloh ist benannt und bereits tätig: Birgit
    Laskowski aus Köln (ZERO FOLD Kunstprojekte). Vorstudie und Konzeptentwurf beauftragt.
    Permanenter Austausch und gemeinsame Erarbeitung.
  • KiöR wird auch auf dem Kulturforum 10.02.2020 Teil des offiziellen Programmteils sein und Frau Laskowski mit einem Wortbeitrag präsent. Hier gilt es, in den Dialog zu treten und
    Teilhabeprozesse bei der Konzeptfindung einzubeziehen.
  • Weiterer Dialog und Kontakt mit dem Verein „Skulpturen Gütersloh“, dem Kunstverein undGütersloher Künstlerinnen und Künstlern, der Gütersloh Marketing (Stadtführungen), dem
    Kultursekretariat (Skulptur NRW) etc.
  • Ausbau der bereits im Bereich Geodaten erfassten Werke und Daten zu Werken/KiöR,
    Anpassung der Oberfläche und Datenpflege. Kriterienanpassung, Schärfung der Kategorien
    im Vergleich mit den anderen Städten > Verwendung der Daten innerhalb einer APP (analog
    zum Bereich Denkmalpflege).
  • Präsentation von konzeptionellen Zwischenergebnissen zur gegebenen Zeit in den
    entsprechenden Gremien und Runden.

Kommende Termine in diesem Kontext (Stand 20.12.2019):

Kulturforum 10.02.2020, 17-20 Uhr, Stadtbibliothek Gütersloh
Runder Tisch Kultur – „Kultur: wie GehT´s?“ am 28.05.2020 und 12.11.2020, jeweils 18-21 Uhr

Ideen gesammelt beim „Runden Tisch der Kultur“

17.06.2019

Kulturelles Erbe und Erinnerungskultur sollen auch Spaß machen.

Lebhafte Diskussion und intensiver Austausch beim Runden Tisch der Kultur.

 

Was ist kulturelle Identität? Welche Aspekte spielen in Gütersloh eine besondere Rolle? Insgesamt 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten jetzt unter der Moderation von Lena Jeckel, Leiterin des Fachbereichs Kultur, und der Projektleiterin Kirsten Reckeweg zum Schwerpunktthema „Kulturelles Erbe und Erinnerungskultur“. Der Fachbereich Kultur hatte erstmalig zu einem „Runden Tisch der Kultur“ unter dem Motto „Kultur – wie GehT´s“ eingeladen und viele kundige Bürgerinnen und Bürger sowie historische Fachleute diskutierten mit.
Neben Vertretern der Stadt und einiger Institutionen wie Stadtmuseum und Stadtarchiv sowie historischer Vereine freuten sich die Initiatorinnen insbesondere über die Teilnahme der jungen Generation: insgesamt fünf Vertreter*innen des Jugendparlamentes in Funktion als Schülervertreter- oder -sprecher waren der Einladung gefolgt. „Dieser Dialog soll besonders ausgebaut werden, geht es doch hier um die Generation, die wir für Geschichte und Erinnerungskultur begeistern wollen und die künftig die Verantwortung zur Gestaltung unserer Lebenswelt trägt“, betont Reckeweg.
Bevor es um einzelne Themen und Ideen ging, wurde zunächst der Begriff der „Identität“ beleuchtet und kontrovers diskutiert. Schnell kam man auf Aspekte, die in Gütersloh eine Rolle spielen. Insbesondere die Gütersloher Wirtschaftsgeschichte mit der Industrialisierung, Stadtentwicklung und der Branchen wie Textil, Getränke und Genussmittel (Brennerei/Brauerei), Fleisch- und Wurstwaren, Druckerzeugnisse/Medien sowie Möbel-/Holzindustrie
Die Zeit des Nationalsozialismus wurde ebenfalls in den Fokus genommen. Auch die jüngere Militär- und Besatzungszeit und auch Migrationsthemen sollten beleuchtet werden. Als Format, das mittelfristig umsetzbar wäre, wurde eine Reihe von Erzählcafés an verschiedenen historischen Orten zu jeweils passenden Themen vorgeschlagen.
Dabei waren sich alle Anwesenden gemeinsam mit den Veranstalterinnen einig: neben dem ernsthaften Anspruch des Gedenkens darf und soll Erinnerungskultur auch Spaß machen, soll Begegnung schaffen, aber auch neue digitale Möglichkeiten nutzen. Die Bedeutung für das Heute und Morgen als Auswahlkriterium der Themen und Formate, die künftig dann in konkrete Maßnahmen und Projekte führen, kann als roter Faden dienen. „Wir bedanken uns ausdrücklich für das große Engagement und freuen uns auf den weiteren Dialog und die Zusammenarbeit, so Lena Jeckel.
Dieser Runde Tisch war erst der Auftakt. Mit einer „Geschichtswerkstatt“ soll es demnächst weitergehen, Dafür haben bereits zehn Teilnehmende ihr Interesse bekundet. Der Beteiligungsprozess des Kulturentwicklungsplans zu diesem Thema ist also weiter ins Rollen gekommen und das Thema wurde „auf die Gütersloher Karte gesetzt“. Der nächste „Runde Tisch der Kultur“ ist für den 14. November geplant.