In den letzten Jahren kam es bundesweit in vielen Städten in der Bürgerschaft und in politischen Gremien zu einer diskursintensiven Auseinandersetzung mit Straßennamen, die aus heutiger Sicht Anlass zu Bedenken geben. Der Deutsche Städtetag rät Kommunen in seiner Handreichung „Städtenamen im Fokus einer veränderten Wertediskussion“ zur Schaffung eindeutiger Entscheidungsgrundlagen, die das Vorgehen bei der Benennung und Umbenennung von Straßen einheitlich gestalten. Mit der „Richtlinie zur Benennung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen in Gütersloh“ wurde für Gütersloh eine solche Grundlage geschaffen, die im Juni 2021 politisch beschlossen wurde. Die Richtlinie war unter der Mitarbeit und Beratung der „AG Straßennamen“ entwickelt worden und baut gleichzeitig auf der o.g. Handreichung des Deutschen Städtetags auf.

 

Im Jahr 2019 war das Teilprojekt 5 „Kulturelles Erbe und Erinnerungskultur“ Schwerpunktthema im Umsetzungsprozess der Kulturentwicklungsplanung (KEP) und laufende partizipative Formate wie das “Erzählcafé“ und die „Geschichtswerkstatt“ wurden angestoßen. Aus einem Workshop der

„Geschichtswerkstatt“ ist die „AG Straßennamen“ hervorgegangen.